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dogan akhanliBuchmesse Frankfurt am Main Ich flüchte mich ins Schreiben Der türkische Schriftsteller Dogan Akhanli Von Birgit Morgenrath Regie: Maria Schüller Produktion: Dlf 2018
Samstag 09:04 Uhr

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MDR KULTUR

Ich flüchte mich ins Schreiben- Der Schriftsteller Dogan

dogan akhanliAkhanli Von Birgit Morgenrath Buchmesse Frankfurt (Übernahme) "Es gibt Persönlichkeiten, die nicht schweigen können, wenn es um Gerechtigkeit geht". Mit diesen Worten ehren die Juroren Dogan Akhanli 2019 mit der Goethe-Medaille. "Mit großer Klarheit setzt sich der deutsch- türkische Schriftsteller für den Dialog der Kulturen ein. Seine Dichtung ist Wahrheit, eine bittere Wahrheit, wunderschön verwebt in seinen Romanen, Theaterstücken und Essays, die in besonderer Weise zur Verständigung der Völker beiträgt." Dogan Akhanli, 1957 in der Türkei in der Provinz Artvin am Schwarzen Meer geboren, verbrachte seine Kindheitsjahre im Nordosten der Türkei, zog mit zwölf zu seinem Bruder nach Istanbul und studierte später Geschichte und Pädagogik. Nachdem er wegen des Kaufs einer linksgerichteten Zeitschrift in den siebziger Jahren für fünf Monate in Untersuchungshaft saß, wurde er Mitglied der illegalen "Revolutionären Kommunistischen Partei der Türkei". Nach dem Militärputsch im September 1980 tauchte er in den Untergrund ab. Fünf Jahre später wurde Akhanli zusammen mit seiner Frau Ayse und dem 16 Monate alten Sohn verhaftet. Zweieinhalb Jahre saß er als politischer Häftling im Militärgefängnis von Istanbul. 1991 gelang ihm die Flucht nach Deutschland. Im Exil begann er zu schreiben. Inzwischen hat er zahlreiche Romane und Theaterstücke verfasst, in denen er sich immer wieder für den wahrhaftigen Umgang mit historischer Gewalt, für die Erinnerung daran sowie für die Unteilbarkeit der Menschenrechte einsetzt. Mit dem auch ins Deutsche übersetzten Band "Die Richter des Jüngsten Gerichts" schrieb Akhanli den ersten Roman über den Genozid an den Armeniern im Jahr 1915, bis heute ein Tabu in der Türkei. Sein Roman "Madonna"nin Son Hayali" ("Madonnas letzter Traum", 2005, dt. 2019) handelt von der Versenkung eines Frachters mit 700 jüdischen Flüchtlingen im Schwarzen Meer 1942 durch ein russisches U- Boot. Sein erstes Theaterstück in deutscher Sprache "Annes Schweigen" wurde 2012 in Berlin uraufgeführt. Nach erneuten Verhaftungen: 2010 bei einem Besuch in der Türkei und zuletzt 2017 im Urlaub in Spanien, rettete sich Dogan Akhanli wieder, wie er sagt, ins Schreiben. Die Erzählung "Sibirien" und das Buch "Verhaftung in Granada" halfen ihm das Unerträgliche zu verarbeiten. Birgit Morgenrath arbeitete nach dem Studium der Politik und Germanistik sowie nach einer Journalistenausbildung in Köln einige Jahre beim WDR in Dortmund, bevor es sie in die Weite zog. Als freie Journalistin reiste sie später häufig nach Afrika, vor allem nach Südafrika, um dort die dramatischen politischen Prozesse ab den 90er Jahren in zahlreichen Features für die ARD journalistisch zu begleiten. Immer wieder befasste sich die Autorin auch mit afrikanischer Literatur und mit Fragen der Flüchtlingspolitik in Europa und Deutschland. Dogan Akhanli lernte sie Anfang der 90er Jahre kennen. Regie: Maria Schüller Produktion: Deutschlandradio 2018 Sprecher: Angelika Bartsch Jörg Hustiak Birgit Morgenrath (29 Min.)
Samstag 09:05 Uhr

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Ö1

Hörbilder

Michel de MontaigneDoktor Prein und der Tod. Bekenntnisse eines Thanatologen. Von Günter Kaindlstorfer "Wer zu sterben gelernt hat, den drückt kein Dienst mehr", postulierte der französische Philosoph Michel de Montaigne: "Nichts ist mehr schlimm im Leben für denjenigen, dem die Erkenntnis aufgegangen ist, dass es kein Unglück ist, nicht mehr zu leben." Eine tiefgründige Einsicht - aber eine, der die wenigsten Menschen zu folgen vermögen. "Ich weiß nicht, ob man sterben lernen kann", erklärt der österreichische Thanatologe Martin Prein: "Mit philosophischen Klimmzügen kann man sich vieles erdenken, aber das geschieht in der Regel aus sicherer Distanz. Wenn wir einmal selbst betroffen sind, wirklich betroffen, meine ich - als schwerkranke Patientinnen und Patienten oder als Angehörige eines Verstorbenen - stellt sich die Sache in der Regel anders dar. Da verlieren philosophische Tröstungen rasch an Tragkraft." Dr. Prein beschäftigt sich seit einem Vierteljahrhundert mit dem Thema Tod und dem Umgang mit akut Trauernden. Er hat als Notfallpsychologe und Sanitäter beim "Roten Kreuz" gearbeitet, viele Jahre lang war er auch als Bestatter tätig. Im Rahmen seiner beruflichen Laufbahn musste der gebürtige Oberösterreicher Dutzende von Unfallopern und Suizidanten bergen, dabei kam er immer wieder hautnah in Fühlung mit toten Körpern - in verstümmeltem und nicht verstümmeltem Zustand. "Das war oft hart", erinnert sich der 44-Jährige. Heute hält Martin Prein mehrmals wöchentlich Vorträge und Seminare ab - seine "Letzte-Hilfe-Kurse" sind oft monatelang im Vorhinein ausgebucht. Spezialthema des "Thanatologen": der Umgang mit dem Thema Tod in einer säkularisierten Welt - und unser tabubehafteter Umgang mit Leichen. In diesem Feature sucht Günter Kaindlstorfer gemeinsam mit Martin Prein nach Antworten auf die "letzten Fragen" und konfrontiert sich dabei mit Leichen und toten Körpern - in den Obduktionsräumen des Krankenhauses Hietzing in Wien, in Leichenschauhäusern, Aufbahrungshallen und Krematorien - und auf dem St. Barbara-Friedhof in Linz, wo man einen "Apfelbaumurnengarten" gepflanzt hat und mit neuen Formen der Bestattungskultur experimentiert. Ton: Otmar Bergsmann Sprecher: Markus Hering, Paul Matic Redaktion: Eva Roither
Samstag 09:05 Uhr

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WDR3

WDR 3 Kulturfeature

CaravaggioDer Caravaggio-Krimi Von Susanne Ayoub Susanne Ayoub erzählt die Geschichte eines sehr dreisten Kunstdiebstahls, der bis heute ungeklärt ist. Verschwunden ist ein berühmtes Bild von Caravaggio, dem Genie, das die Malerei revolutionierte, aber durch sein Temperament auch zum Mörder wurde. "Der Caravaggio-Krimi" von Susanne Ayoub beginnt in einer Gewitternacht in Palermo im Oktober 1969: Aus dem Oratorio di San Lorenzo verschwindet das Altarbild, eine Darstellung der Geburt Christi, gemalt von Caravaggio. Wie seine berühmte Chiaroscuro Technik in der Malerei war auch Caravaggios Leben von Licht und Schatten bestimmt. So passt der dreiste Kunstdiebstahl zu der dramatischen Vita des Künstlers. Fünfzig Jahre ermittelt Interpol. Vergeblich. Das Caravaggio-Gemälde taucht nie wieder auf. Ist es zerschnitten und ins Ausland gebracht, in einem Schweinestall versteckt und zerstört worden? Hängt es im Wohnzimmer eines heimlichen Kunstliebhabers? Wurde es einem Mafiaboss ins Grab gelegt? Nur eines, so die Sizilianerin und Mafiaexpertin Maria Teresa Galluzzo, die durch das Stück führt, ist gewiss: Den Diebstahl hat die Mafia organisiert, niemand sonst hätte es gewagt und so perfekt durchführen können. Aufnahme ORF/WDR 2019 Wiederholung: So 15.04 Uhr
Samstag 12:04 Uhr

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Bayern 2

radioFeature

radiofeatureWiederholung am Sonntag, 21.05 Uhr
Samstag 13:05 Uhr

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BR-Klassik

Das Musik-Feature

WurlitzerDie Wurlitzers Musikfamilien zwischen Mozart und Maratonga Von Ulrike Zöller Wiederholung vom Freitag, 19.05 Uhr Wurlitz ist ein kleiner Ort in Oberfranken - mit nur einem berühmten Bürger: Hans Vogt, den Erfinder des Tonfilms. Was für ein Zufall, dass ausgerechnet ein Wurlitzer dem Unternehmen Wurlitzer in den USA schwer schadete: Franz Rudolf Wurlitzer, ein Instrumentenbauer, war 1853 in die USA ausgewandert und hatte begonnen, neben Streichinstrumenten, Harfen, Klavieren und Orgeln an einem Wunderwerk zu bauen: Die "Mighty Wurlitzer" mit über 1200 Pfeifen begleitete als Kinoorgel vor allem Stummfilme, live im Kinopalast. Nach der Erfindung des Tonfilm wandte sich die Firma Wurlitzer dem Bau von elektrischen Orgeln und vor allem von Musikboxen zu, die auf Wunsch den gewählten Titel erklingen lassen: Jukeboxes oder "Wurlitzers" genannt. Unter Klarinettisten bedeutet der Name aber etwas ganz anderes: "Die Wurlitzer" ist eine heute noch von Hand gefertigte Meisterklarinette: Das Familienunternehmen befindet sich inzwischen im mittelfränkischen Neustadt an der Aisch.
Samstag 14:05 Uhr

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Bremen Zwei

Feature

Geschichten, die man vor der Haustür findet oder auf anderen Kontinenten - der Stoff des Features ist grenzenlos, und alle Aspekte des Lebens können hier Eingang finden. Aufwendig produziert, kulinarisch gemacht.
Samstag 18:00 Uhr

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Deutschlandfunk Kultur

Feature

Blutiger HerbstBlutiger Herbst - Eine bayerische Geistergeschichte Von Johannes Nichelmann Regie: der Autor Mit: Verena Fiebiger und Johannes Nichelmann Produktion: BR/Deutschlandfunk Kultur 2019 Länge: ca. 54"30 (Ursendung) Ein mysteriöser Fall hält 1975 die Polizei von Thurmannsbang in Atem. Eine junge Frau ist gestorben und Autofahrer berichten von einer unheimlichen Anhalterin, die sich in Luft auflöst. Beruht auf einer wahren Geschichte. Im Frühjahr 1975 taucht im Bayerischen Wald eine unheimliche Anhalterin auf. In schwarze Kleider gehüllt, warnt sie Autofahrer und Autofahrerinnen vor einem blutigen Herbst, bevor sie sich in Nichts auflöst. War es der Geist einer vor Kurzem gestorbenen jungen Kellnerin? Oder doch ein großer Scherz, eine Verschwörung aus Langeweile? Ein Fall, der damals für großes Aufsehen sorgte und der bis heute ungeklärt ist. Die Geschichte können Sie auch als vierteilige Podcast-Serie auf deutschlandfunkkultur.de und in der Dlf Audiothek hören. Johannes Nichelmann, geboren 1989, Reporter und Feature-Autor, seit 2014 auch Redakteur und Moderator bei Deutschlandfunk Kultur. Radiostücke: "Nordkoreaner in Südkorea" (RBB/Deutschlandradio Kultur 2015), "No Land Called Home - Rückkehr in die Provinz" (Deutschlandradio Kultur/WDR 2016), "Mit zweierlei Maß - Von Doppelmoral, Scheinheiligkeit und Heuchelei" (Deutschlandfunk 2016), "Der einsame Tod des Herrn D." (Deutschlandfunk 2017, ausgezeichnet mit dem Deutschen Sozialpreis), "Lagerfeld" (NDR/BR/RBB 2018, mit Florian Siebeck). Blutiger Herbst - Eine bayerische Geistergeschichte
Samstag 18:05 Uhr

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