Webradio und Livestream

Spezialtipp

Ein Mann und 100.000 Schritte

Bild: WDR/Lena Heckl

Montag, 08:00 Uhr Eins Live

24 Stunden

Ein Mann und 100.000 Schritte

1LIVE-Gefahrensucher Daniel Danger

Tagestipp

Heute, 18:25 Uhr Ö1

Journal-Panorama

Der weltweite Trend zu XXL-Schiffen hält an. Gestaltung: Astrid Plank Der Unfall der "Ever Given" im Suezkanal hat der staunenden Öffentlichkeit vor Augen geführt, wie sehr der internationale Warenverkehr von riesigen Containerschiffen abhängig ist. Wenn eines von ihnen ausfällt oder gar eine wichtige Wasserstraße verstopft, gerät der weltweite Handel rasch ins Stocken. Einige tausend dieser Schiffe sind auf den Weltmeeren unterwegs, die größten davon können über 20.000 Container mit Waren aller Art rund um die Welt transportieren, und noch ist keine Grenze nach oben erreicht. Gemessen an den CO2-Emissionen pro transportierter Tonne sind die Monsterschiffe sogar die umweltfreundlichsten Transportmittel - verglichen mit Flugzeug, LKW und Zug. Allerdings stoßen sie auch viele schädliche Stoffe wie Schwefel- oder Stickoxide aus - ein Umstieg auf umweltfreundlichere Antriebsarten ist bei den Stahlriesen aber nicht so leicht. Wie sinnvoll ist es überhaupt, dass Unmengen von Waren und Fertigungsbestandteilen für die Industrie zwischen Asien, Europa und Amerika hin- und hergeführt werden? Wo ist die vielbeschworene Eindämmung der Globalisierung nach der Corona-Pandemie geblieben? Schifffahrts- und Umweltexperten, Hafenmanagerinnen und Wirtschaftsfachleute geben Auskunft.

Konzerttipp

Heute, 14:05 Uhr Ö1

Das Ö1 Konzert

Alte Musik im Konzert. I Barocchisti, Leitung: Diego Fasolis. Walter Zagato und Duilio Galfetti, Violine; Mauro Valli und Alessandro Palmeri, Violoncello; Davide Pozzi, Cembalo. Carl Philipp Emanuel Bach: Cembalokonzert in d-Moll Wq. 23 * Antonio Vivaldi: a) Konzert für zwei Violinen, Streicher und Basso continuo in a-Moll RV 522; b) Konzert für zwei Violoncelli, Streicher und Basso continuo in g-Moll RV 531 * Johann Sebastian Bach: Konzert für zwei Violinen, Streicher und Basso continuo in d-Moll BWV 1043 (aufgenommen am 27. November 2020 im Auditorio Stelio Molo in Lugano, Schweiz). Präsentation: Gerhard Hafner Antonio Vivaldi war zwar zu Lebzeiten gefeiert worden, geriet aber nach seinem Tod bald in Vergessenheit. Julius Rühlmann bezeichnete Vivaldi 1867 in einem Aufsatz als "fast ganz verschollenen italienischen Componisten". Dabei waren damals deutsche Musikforscher wie er die einzigen, die sich überhaupt für den Venezianer interessierten. Und das auch nur, weil Johann Sebastian Bach, den man gerade zum Heros der Musikgeschichte erhob, eine Reihe von Vivaldi-Konzerten für Orgel oder Cembalo bearbeitet hatte. So bot sich ein Vergleich zwischen Antonio Vivaldi und Johann Sebastian Bach an - doch nach den Wertmaßstäben des 19. Jahrhunderts konnten Vivaldis Konzerte, die auf Fasslichkeit, Gesanglichkeit und virtuose Wirkung hin angelegt waren, nicht wirklich mit den "tiefgeistigen Arbeiten" Bachs konkurrieren. Antonio Vivaldis Einstufung als Kleinmeister geriet erst ins Wanken, als Ende der 1920er Jahre seine private Manuskriptsammlung entdeckt wurde. Dieser sensationelle Fund, der heute in der Nationalbibliothek Turin aufbewahrt wird, umfasst mehr als 300 Konzerte, 19 Opern und zahlreiche Bände geistlicher und weltlicher Vokalmusik. Erstaunlich ist aber nicht nur die Quantität, sondern auch die Qualität der Werke, die man seit einigen Jahrzehnten allmählich in ihrem eigenen Wert, unabhängig vom willkürlichen Vergleich mit Johann Sebastian Bach, zu schätzen lernt. Zwei instrumentale Preziosen aus Antonio Vivaldis Manuskriptsammlung wurden bei einem Konzert im Herbst des Vorjahres in Lugano von "I Barocchisti" zum Klingen gebracht. Außerdem setzte Diego Fasolis, der Gründer und Leiter dieses Schweizer Originalklangensembles Werke von Carl Philipp Emanuel Bach und Johann Sebastian Bach auf das Programm.

Hörspieltipp

Heute, 22:00 Uhr MDR KULTUR

Fischers Fritze

von Sabine Stein (Ursendung) Dieser neue Fall ist, wie es der Titel schon nahelegt, an der Küste verortet. Genauer gesagt: in einem fiktiven Ort namens Lunde, dem realen Kappeln an der Schlei nachempfunden. Es wird um den Überlebenskampf der Fischer gehen: Überfischung der Bestände und entsprechend strenge Fangquotenregelungen der EU machen ein Auskommen fast unmöglich. Viele haben sich mit dem Verkauf von Fischbrötchen, einer Räucherei oder Angeltouren für Touristen einen Zuverdienst geschaffen, durch den sie sich über Wasser halten können. Arne Busch, der Held unserer Geschichte, zeigt wenig unternehmerisches Geschick, steht kurz vor der Insolvenz und landet in seiner Not bei einem Hamburger Geldverleiher namens Usakov. Doch als Busch die mit saftigen "Risikozinsen" befrachtete Rückzahlung nicht leisten kann, gerät die Sache aus dem Ruder. Usakov landet mit lebensgefährlichen Verletzungen im Krankenhaus, Buschs bester Freund Fiete versucht zu helfen, macht aber mit seinen brachialen Methoden alles immer nur schlimmer, Usakov jagt den Lunder Fischern seine Handlanger auf den Hals, um Vergeltung zu üben. Die Fischer sind in der angespannten Lage untereinander zerstritten. In Hamburg erliegt Usakov seinen Verletzungen. In Lunde treibt die Leiche des Fischmeisters im Hafenbecken. Die Hamburger Kommissare Breuer und Döring versuchen sich unter den Fischern zurechtzufinden. Keine leichte Aufgabe, auch die sprachliche Verständigung ist mitunter nicht ganz einfach. Autorin Sabine Stein, die sich in der Region sehr gut auskennt, versucht die Geschichte mal nicht aus der Sicht der Ermittler, sondern ganz aus der subjektiven Perspektive der beiden Fischer Arne und Fiete zu erzählen. Sabine Stein, geboren 1961, lebt als freie Autorin (Prosa, Hörspiele, Drehbücher) in Hamburg. Für den NDR u.a. "Watchdog" (2010) ; nach "Fördewind" (2013), "Stand der Dinge" (2014), "Queenie" (2015), "Solo für Broschek" (2016), "Nichts ist für immer" (2017), "Zweite Ernte", "Shanghaiallee" (2018), "Projekt Paradies" (2019) und "Der menschliche Faktor" ist dies ihr zehnter ARD Radio Tatort für den NDR. Regie: Andrea Getto Komponist: Sabine Worthmann Produktion: NDR 2020/21 Sprecher: Sandra Borgmann - Bettina Breuer Matthias Bundschuh - Justus Döring Ole Lagerpusch - Fiete Jessen Thomas Niehaus - Arne Busch Pjotr Olev - Janis Usakov Annika Martens - Britta Andresen Ulrich Bähnk - Sven König Stefan Leonard - Maik Brodersen Robin Sondermann - Ove Timm Till Huster - Charly Clausen Julia Kemp - Meike Junghans Meike Meiners - Mutter Busch Peter Kaempfe - Henning Caroline Junghanns - Wetterfee u. a. (54 Min.)

Featuretipp

Heute, 09:05 Uhr Ö1

Radiokolleg - Epikur und Epidemie

Philosophische Handreichungen für eine kranke Welt (1). Gestaltung: Günter Kaindlstofer Kleines Virus, große Folgen: Der Corona-Erreger hält die Welt in Atem. Millionen Menschen sind in den letzten Monaten gestorben, Krankenhäuser arbeiten an den Grenzen ihrer Belastbarkeit, beschwerliche Lockdowns und massive Einschränkungen des öffentlichen Lebens zerren an den Nerven. Hat uns die Philosophie - vielleicht sogar die Philosophie der Antike - in dieser Zeit etwas zu sagen? Sie hat. Epikur von Samos zum Beispiel, 341 v. Chr. geboren, hat eine originelle und wohlausgewogene Philosophie des guten Lebens formuliert. Von einer Pandemie, wie wir sie zur Zeit durchleben, hätte sich der hellenistische Denker ganz sicher nicht verunsichern lassen. Oberstes Ziel der Lebensführung war es in Epikurs Sicht der Dinge, einen ausgeglichenen Gemütszustand zu erreichen, einen Zustand, den er - wie viele andere Philosophen im antiken Griechenland - "Eudaimonie" nannte. Zentrales Element eines gelungenen Lebens ist es Epikurs Lehren zufolge, sich von äußeren Umständen so unabhängig zu machen wie möglich. Es komme auf die innere Einstellung an, postulierte der Philosoph, darauf, Herr über die eigenen Begierden und Emotionen zu sein - denen man in Maßen aber nachgeben müsse und dürfe. Wer im Einklang mit seinen Bedürfnissen lebe und sich von äußeren Umständen weitgehend unabhängig gemacht habe, könne einen Zustand des inneren Friedens erreichen, einen Zustand der "Ataraxie", mögen draußen in der Welt auch unerfreuliche Zustände herrschen - zum Beispiel eine Pandemie. Obwohl von Theologen und christlichen Philosophen jahrhundertlang verfemt, haben die Lehren Epikurs und seiner Schüler bis heute eine nicht zu unterschätzende Wirkung entfaltet. Die Liste der bekannten Epikureer der letzten zweitausend Jahre reicht von den römischen Dichtern Lukrez und Horaz über Michel de Montaigne und die führende Köpfe der französischen Aufklärung bis hin zu Erich Fromm und zum Pariser Philosophen Michel Onfray, der zu den prominentesten Epikureern der Gegenwart gehört. Die Corona-Pandemie mag menschliche Tragödien und einiges an Unannehmlichkeiten mit sich bringen. Sie kann aber auch Anlass sein, sich wieder einmal mit den entscheidenden Fragen des Menschseins auseinanderzusetzen. Was ist es, das im Leben wirklich zählt? Was macht ein geglücktes Leben aus? Und wie lässt sich ein Zustand des inneren Friedens, der "Ataraxie", erreichen? Die epikureische Philosophie bietet interessante Antworten darauf.

Podcast

Deutschlandfunk

Nils Melzer: "Der Fall Julian Assange. Geschichte einer Verfolgung"

Autor: Borgers, Michael Sendung: Andruck - Das Magazin für Politische Literatur

Hören

Hörspiel-Download

NDR

Im Keller

Nach dem gleichnamigen Buch von Jan Philipp Reemtsma. Am 25. März 1996 wurde Jan Philipp Reemtsma vor der Tür seines Hauses in Hamburg-Blankenese niedergeschlagen und verschleppt. 33 Tage lang hielten ihn seine Entführer im Kellerraum eines angemieteten Hauses bei Bremen gefangen. Reemtsmas Bericht über seine Gefangenschaft "Im Keller" ist eine Chronik der Ereignisse. Die Hörspieladaption unter der Federführung des Norddeutschen Rundfunks wurde zum Hörspiel des Jahres 1998 gewählt: "Ein literarisches Hörspiel, streng, ohne Mätzchen. Und gerade deshalb zutiefst bewegend," urteilte die Jury. Mit Günther Einbrodt. Bearbeitung: Charlotte Drews-Bernstein. Komposition: Ronald Steckel. Ton und Technik: Peter Kainz und Venke Decker. Regie: Ulrich Gerhardt. Regieassistenz: Heike Tauch. Redaktion: Michael Becker. Produktion: NDR/SWF/SFB 1998. Verfügbar bis 23.03.2022. https://ndr.de/radiokunst

Hören